„Campus Prinz Karl“ macht Fortschritte

Die Entwicklungen des „Campus Prinz Karl” der Technischen Hochschule Augsburg (THA) schreiten weiter voran. Bereits im Jahr 2019 wurden die Ergebnisse eines offenen städtebaulichen Ideenwettbewerbs präsentiert: mit innovativen Konzepten für einen modernen Campus. Nun befindet sich das Projekt in der konkreten Planungsphase.
Die Finanzierung übernimmt primär der Freistaat Bayern, der die Baumaßnahmen mit staatlichen Mitteln unterstützt.
Zwei neue Bauabschnitte sollen Bedarf decken
Im Jahr 2023 legte die THA ihre Bedarfsplanung für den „Campus Prinz Karl” dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst vor. Diese Planung, die in enger Abstimmung mit dem Staatlichen Bauamt Augsburg entwickelt wurde, ist inzwischen bestätigt. Insgesamt sieht das Projekt zwei Bauabschnitte vor: Der erste Abschnitt umfasst die „Office Area“ mit einem denkmalgeschützten Gebäude von etwa 808 Quadratmetern Hauptnutzfläche. Der Umbau dieses Gebäudes soll zügig beginnen, um den dringenden Raumbedarf der Hochschule zu lindern. Der zweite Bauabschnitt ist der Neubau auf dem Gelände der ehemaligen Justizvollzugsanstalt: das Herzstück des Campusprojekts. Mit diesem Abschnitt sollen moderne Flächen für Studium, Forschung und Gemeinschaft entstehen, die den Anforderungen einer wachsenden Hochschule gerecht werden.
Herausforderungen überwinden und Ziele setzen
Eine der zentralen Herausforderungen ist das derzeitige Baurecht. Der bestehende Bebauungsplan erlaubt aktuell keine Hochschulbauten auf dem Areal. Deshalb sind umfangreiche Abstimmungen zwischen der THA, dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, dem Staatlichen Bauamt Augsburg, der Immobilien Freistaat Bayern (ImBy) und
der Stadt Augsburg notwendig, um die rechtlichen Voraussetzungen zu schaffen. Als Hauptziel für den „Campus Prinz Karl” gilt neben dem gestiegenen Flächenbedarf der Wunsch, diesen als innovativen und offenen Ort für die gesamte Stadtgesellschaft attraktiv zu machen. Moderne Hochschulflächen sollen den Studierenden, Lehrenden und Forschenden optimale Bedingungen bieten. Gleichzeitig wird der Campus als Vernetzungsplattform konzipiert, die den Austausch zwischen Wissenschaft, Bevölkerung und Wirtschaft fördert. Neben der Funktion als Hochschulstandort legt die THA Wert auf eine hervorragende Anbindung: Der „Campus Prinz Karl” liegt in fußläufiger Nähe zu den bestehenden Standorten am Brunnenlech und am Roten Tor. Zudem gibt es eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr.
Erst wenn die baurechtlichen Voraussetzungen geschaffen sind, können konkrete Aussagen bezüglich der Fertigstellung des Campus getroffen werden. Dennoch bleibt die Vision der THA klar: Hier soll ein Campus entstehen, der durch innovative Architektur, moderne Nutzungskonzepte und die Einbindung der Stadtgesellschaft einen zukunftsweisenden Bildungs- und Begegnungsort schafft. Wer sich ein genaueres Bild verschaffen will, gewinnt einen guten Eindruck durch das Video „Wo studiert Karla?“ auf YouTube. Hier kann man den Campus als computergeneriertes Areal schon jetzt begutachten – und das hoffentlich auch bald in der Realität.