Oberstdorf setzt Maßstäbe:
WM im Skifliegen begeistert 36.000 Zuschauer
Bei den Weltmeisterschaften im Skifliegen sorgten in Oberstdorf an vier Tagen 36.000 Zuschauer für eine großartige Atmosphäre. Die Heini-Klopfer-Schanze erlebte ein Skisport-Spektakel erster Güte. Allerdings gingen die deutschen Sportler trotz großer Unterstützung von den Rängen leer aus. Sowohl im Einzel als auch in der Mannschaft gab es nichts zu holen. Die Lokalmatadore vom SC Oberstdorf, Phlipp Raimund und Karl Geiger, belegten als beste Deutsche nur die Ränge 13 und 17. In der Mannschaftswertung reichte es für sie zusammen mit Felix Hoffmann und Pius Paschke zum undankbaren Platz vier.
Erwartungsgemäß wurde im Einzel der Slowene Domen Prevz Weltmeister. Er deklassierte die Konkurrenz förmlich. Prevz sorgte dann im Teambewerb für einen in der Geschichte des Skisports bisher noch nie dagewesenen Fauxpass. Kurz bevor er in die Spur gehen sollte, verlor er beide Sprungskier, die ungebremst über die Schanze rasten, glücklicherweise aber niemanden verletzten. Prezv wurde für diesen Sprung disqualifiziert und die favorisierten Slowenen waren aus dem Medaillenrängen. Den WM-Titel holten sich die überraschend starken Japaner vor Österreich und Norwegen.
Oberstdorf zeigte erneut bei einer Großveranstaltung, was die Allgäuer als Ausrichter leisten können. Die Schanze war in einem großartigen Zustand, die zahlreichen Helfer sorgten für einen reibungslosen und unfallfreien Ablauf der Weltmeisterschaft. Eine rundum gelungene WM also. Nach dem Willen des gastgebenden SCO und des Deutschen Skiverbandes werden sich die Allgäuer für die nordische Ski-WM 2031 bewerben. Die Entscheidung fällt am 11. Juni 2026 beim FIS-Kongress in Belgrad. Einziger Mitbewerber ist Planica (Slowenien).
KL




