Sensation: SPD-Freund wird neuer OB

Sensation: SPD-Freund wird neuer OB
Dr. Florian Freund und seine Frau Marei freuen sich über das Wahlergebnis dieser Stichwahl. Foto: Wolfgang Bublies

Das sind Augsburgs neuer Oberbürgermeister Dr. Florian Freund (SDP) und seine Frau Marei, die neue First Lady der Fuggerstadt. Mit 56,58 Prozent der abgegebenen Stimmen (44.077) hat der 47-Jährige die amtierende Stadtchefin Eva Weber (CSU) geschlagen (33,823 Stimmen), die vor der Stichwahl noch mit rund 13 Prozent vor ihrem Herausforderer lag. Das entspricht bei 212.027 Wahlberechtigten einer Wahlbeteiligung von knapp 37 Prozent (36,99 Prozent). Der SPD-Mann hat die Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen erhalten und ist – vorbehaltlich des Beschlusses des Wahlausschusses am Dienstag, 24. März – ab 4. Mai 2026 Oberhaupt des neugewählten Augsburger Stadtrats sowie der Stadtverwaltung mit mehr als 7500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Amtszeit des neuen Stadtoberhaupts beträgt sechs Jahre.

Das Ergebnis ist nicht nur deshalb als Sensation zu werten: Noch nie wurde in einer Augsburger Stichwahl ein solcher Vorsprung aufgeholt. Und das, zumal die SPD mit acht Plätzen im Stadtrat nur die drittstärkste Kraft im Rathaus stellt und somit hinter der CSU (15 Sitze) und den Grünen (11) liegt.

Egal. In der Sonntagsnacht, nachdem das Ergebnis feststand, wurde in der „Yolo Toast“-Bar (wo unser Foto entstand) bis in die Puppen gefeiert – auch mit den Unterstützern aus der Aux-Gruppe, von der WSA (Wir sind Augsburg) und von Volt. Der Held des Tages ließ sich feiern, fotografieren, umarmen. Und natürlich wollte jeder mit ihm anstoßen. Da kam Dr. Florian Freund, der bevorzugt Apfelschorle trinkt, nicht umhin, auch mal an einem Glas Schampus zu nippen – mehr nicht. Selbst in seiner Bierflasche war nur Bleifreies.

Neu-OB Freund (er übernimmt im Mai sein Amt) will dieser Tage mit seiner Frau und den drei Töchtern nach dem anstrengenden Wahlkampf zwei, drei Tage Auszeit im Allgäu genießen. Doch aktuell heißt es „Durchstarten“ – schließlich ist es angesichts der vielen Parteien im Stadtrat alles andere als einfach, eine Regierungskoalition zu bilden und geeignete Referenten auszuwählen. Auch wir bleiben am Ball und berichten aktuell, wie die künftige Stadtregierung aussieht.

Überraschungen gab es nicht nur in Augsburg: Im Landkreis Aichach-Friedberg ist es dem CSU-Kandidaten Peter Tomaschko trotz Vorsprung nicht gelungen, die Landratswahl zu gewinnen. Neuer Chef in Altbayern wird wohl der Freie Wähler Dr. Marc Strum. Er hat nach letzten Erkenntnissen gerade mal 22 Stimmen mehr als der CSU-Favorit. Da wird wohl noch einmal genau nachgezählt.

Nicht zuletzt noch ein Blick vom Lech an die Isar: München wird künftig von einem jungen Grünen, dem bisherigen 2. Bürgermeister Dominik Krause (35), regiert, der 56,4 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen konnte. Amtsinhaber Dieter Reiter (SPD) stolperte offenbar über seinen gut dotierten Job beim FC Bayern.

Kommentar und Bild von Wolfgang Bublies

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