Augsburg-HORRORskop 2026

Augsburg-HORRORskop 2026

Ein amüsant-politischer Ausblick auf das neue Jahr

JANUAR
Das geht ja gut an! Augschburg steht nicht nur auf der B17 im Stau – überall Baustellen. Das ist Kalkül: Viele Datschibürger sehen sich genötigt, auf Bus und Tram umzusteigen. Trotz wieder gestiegener Tarife. Zu zweit in die Stadt und zurück kostet jetzt 16,80 Euro. Wer dagegen in der City-Galerie parkt (da kann man sogar noch kostenfrei die Kids mitnehmen), kommt nach drei Stunden mit 2 Euro davon. Merkur meint: Klug ist, wer rechnen kann.

FEBRUAR
Erste Fraktionen im Rathaus merken, dass der Kommunalwahlkampf 2026 schneller kommt als gedacht. Schon wächst der Plakatwald. Die Bäume tragen zwar noch keine Blätter, dafür flattern Poster im Wind. Venus warnt: Bitte nicht alles glauben, was versprochen wird. Doch bevor man zu weit abdriftet (das ist keine Alternative), folgt man womöglich doch Slogans wie „Sei kühn, wage grün“, „Trotz Ach und Weh, wähl SPD“ oder „Augen zu, CSU!“.

MÄRZ
Auf die Wahl folgt die Stichwahl. Die heilige Eva kämpft mit allen Mitteln, wobei sich Mars und Jungfrau noch streiten, wer es eigentlich in das abschließende OB-Duell schafft. Egal. Eva packt das Laserschwert aus (Foto) und schlägt wie wild um sich, bis der Widersacher nur noch Sterne sieht. Wem diese hold sind, entscheiden nicht die Auguren, sondern die Wähler. Also: Stimme abgeben! (Achtung: Alle Angaben ohne Gewehr, äh, Gewähr.)

APRIL
Pluto schaltet sich ein, jetzt geht es nämlich um Machtfragen! Wer mit wem? Neue Allianzen werden geschmiedet, Pöstchen versprochen und Wahlversprechen schnell vergessen – schließlich soll der neue Stadtrat ab Mai regieren. Jetzt, im April, ist den ab-, wieder- und neugewählten Volksvertretenden vor allem eines wichtig: Werde ich noch oder schon zum Osterplärrer-Freibier-Auftakt eingeladen? Prost Mahlzeit in der Achterbahn.

MAI
Neustart im Rathaus. Die nächsten sechs Jahre soll es besser laufen. Aber wie? Der Rat ist ratlos – schon wieder. Aber wen juckt das, wenn der Frühling erblüht, die Sonne scheint und im Ex-Karstadt die Rolltreppe zum Supermarkt im Keller wieder mal läuft. Apropos Keller: Die Fußball-Bundesliga endet – für FCA-Fans enttäuschend: Wieder war es nichts mit einem Spitzenplatz. Der Griff nach den Sternen ist misslungen, eher war es ein Griff… psssst!

JUNI
In Datschiburg gibt es dennoch immer was zu feiern. Nach dem zu-RECHT-gerückten Modular im Gaswerk gegen Ende Mai folgen knapp fünf Wochen danach, noch im Juni, die heißen Sommernächte – bei jedem Wetter. Das kann ja heiter werden, versprechen Waage, Widder und Wassermann. Zumal gleichzeitig auch die Freilichtbühne startet. Mit einem Musical, das an Monty Pythons „Ritter der Kokosnuss“ erinnert. Es heißt „Spamalot“. Sappralott!

JULI
Die Sterne sagen: Der Sommer ist heiß, die Reden lang. Endlich packt der Stadtrat drängende Probleme an. So wurde noch nie so intensiv über Bordsteinabsenkungen philosophiert. Und wer bei über 30 Grad Klimaanlagen vorschlägt, wird Volksheld. Geld spielt ja keine Rolle. Dennoch mahnt Saturn: Den Haushalt diszipliniert halten, aber nicht den Spaß verlieren. Übrigens kassiert jeder Stadtrat pro Monat als Ehrenamtspauschale knapp 1.750 Euro.

AUGUST
Empörung vor der Sommerpause: Wer hat die Stadtrats-Aufwandsentschädigung verraten? Solche Fakten müssen bürgerfreundlicher rüberkommen. Da hilft nur eins – wir stärken die Öffentlichkeitsarbeit. Das Heer der städtischen PR-Mitarbeiter (m/w/d) wächst – wer sich für eine Stelle bewirbt, muss allerdings eine neue Klausel unterschreiben. Nämlich, dass er sich nicht in einen Oppositionspolitiker (m/w/d) verlieben darf. Auxweia?

SEPTEMBER
Die Stadtväter und -mütter hatten im Urlaub endlich Zeit zum Nachdenken – und prompt eine Lösung für das Problem „Linie 5 zum Klinikum“ gefunden. Was ihnen vorschwebt? Nein, keine Schwebebahn. Man könnte, so die Idee, ganz auf die Anbindung verzichten, wenn man das Klinikum, das eh neu gebaut werden soll, einfach in Bahnhofsnähe erstellt. Wo genau? Das wissen nur die Götter. Sie empfehlen erst mal augsch-typisch: „Net hudla…“

OKTOBER
„Net hudla“ ist auch weiter die Devise auf den großen Straßen in der City. Tempo 30 wird kaum erreicht, weil – zum Beispiel in der Karlstraße – der Verkehr meistens steht. Zur Entlastung dünnen die Stadtwerke den Fahrplan aus, damit wenigstens nicht so viele Busse und Trambahnen im Weg stehen. Und die Verantwortlichen blicken ans Firmament auf den Großen Wagen, während sie über die nächste ÖPNV-Tariferhöhung nachdenken.

NOVEMBER
Ein trister Monat. Dennoch hoffen alle auf Wachstum. Und siehe da: Jupiter bringt Expansion – vor allem beim Stadthaushalt. Das Defizit wächst. Dabei ist die nächste Kostensteigerung für die Theatersanierung noch gar nicht eingerechnet. Der Stadtrat beschließt, um das Bewusstsein für die Misere in der Bevölkerung zu stärken, dass beim Christkindlesmarkt anstelle von Weihnachtsliedern in Dauerschleife „Wer soll das bezahlen?“ gespielt wird.

DEZEMBER
Es muss endlich aufwärts gehen, aber wie? In Glühweinrunden auf dem Adventsmarkt, der wegen der neuen Bäume am Rathausplatz in die ungenutzte, unterirdische Tramschleife am Bahnhof ausgewichen ist, einigt man sich auf symbolische Weihnachtsgeschenke für die Stadtspitze. Alle im Rathaus bekommen High Heels, bei denen die Stöckel vorne montiert sind. Und schon glauben sie, es geht bergauf. Augsburg blickt optimistisch ins Jahr 2027.

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