Zwischen Posen, Paris und Psychologie
Wie für Julia aus einem Zufall eine Reise ins Rampenlicht wird, auf der sie durch Mut, Natürlichkeit und Leidenschaft zu Kreativität und Tanz ihre Liebe zum Modeln entdeckt und so ihren Traum lebt.
Manchmal schreibt das Leben die besten Geschichten – und manchmal entdeckt es ein junges Mädchen beim Kellnern. So erging es Julia. Nach dem Abitur servierte sie auf einer Hochzeit Drinks, als ein Fotograf sie ansprach. „Er fragte, ob ich Lust auf ein Shooting hätte – und das war der Startschuss“, erzählt sie mit einem Lächeln. Was als Zufall begann, entpuppte sich als Start in eine Leidenschaft, der Julia heute neben ihrem Psychologiestudium mit Herzblut nachgeht.
Von Lampenfieber über Leichtigkeit zu magischen Momenten
Schon als Kind stand sie gerne vor der Kamera – doch das erste Shooting ließ den Funken überspringen. „Ich war super aufgeregt, habe mit meiner Mama Posen geübt, aber als ich im Studio war, war die Nervosität weg. Ich konnte einfach loslassen und Spaß haben.“ Dieses Gefühl aus Kreativität, Teamarbeit und einem Hauch Lampenfieber liebt sie bis heute.
Am meisten fasziniert sie der kreative Prozess: „Zu sehen, wie aus einer Idee ein fertiges Bild wird, ist jedes Mal magisch.“ Und wenn dabei noch eine Reise herausspringt, umso besser. Ihr aufregendster Moment? „Ganz klar das Shooting in Paris! Ein rosa Ballkleid, Luftballons, der Eiffelturm – und Touristen, die stehen blieben und mitfotografierten. Diese Energie werde ich nie vergessen.“
Ein Tanz fängt den Moment im Bild ein
Einen wichtigen Ausgleich findet sie beim Tanzen – ihrer zweiten großen Leidenschaft. Julia tanzt, seit sie drei Jahre alt ist, und lässt dies auch gerne in ihr Posing einfließen. „Bei Shootings versuche ich oft, Bewegung einzubauen: mal fließende Tanzposen, mal spontane Drehungen. Das macht die Bilder lebendiger und zeigt meine natürliche Seite. Für mich gehört das Tanzen einfach dazu, solange es zum Shooting-Thema passt, weil es Ausdruck und Emotion verbindet – genau wie das Modeln.“
Bei ihrer Agentur Streetworker e.K. fühlt sich Julia sehr gut aufgehoben. „Man kennt sich persönlich, unterstützt sich gegenseitig und wächst als Team zusammen“, erzählt sie. „Ich bekomme dort nicht nur tolle Jobs, sondern auch echte Unterstützung – egal ob bei Verträgen oder Shootings. Besonders wertvoll finde ich die kostenlosen Workshops, aus denen ich so vieles mitnehmen und lernen kann.“
Die Kunst, man selbst zu sein
Dass ihr das Thema mentale Gesundheit am Herzen liegt, überrascht nicht. Schließlich studiert sie Psychologie. „Mich interessiert der Mensch mit seinen Gedanken, Gefühlen und Entscheidungen. Ich finde es spannend, dass man in der Psychologie Wissen mit Empathie verbinden kann.“ Dieses Wissen hilft ihr auch im Modelalltag: „In einer Branche, in der das Äußere so präsent ist, ist es wichtig, innerlich stabil zu bleiben. Mentale Gesundheit ist kein Tabuthema, sondern die Basis, um langfristig glücklich und erfolgreich zu sein.“
Selbstvertrauen wächst mit Erfahrung
Aus all den Erfahrungen hat sie Selbstvertrauen und Gelassenheit gewonnen. „Früher habe ich mir viele Gedanken gemacht, was andere von mir denken. Heute weiß ich: Natürlichkeit ist stärker als Perfektion.“ Wenn sie abschalten muss, geht sie spazieren, tanzt oder hört Musik – kleine Rituale, die sie wieder zu sich selbst bringen.
Ihr Motto bringt es auf den Punkt: „Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum.“ Ein Satz, der bei ihr nicht nach Kalenderweisheit klingt, sondern nach gelebter Realität. Julia ist der beste Beweis dafür, dass es nicht den perfekten Plan braucht, um seinen Weg zu finden. Nur den Mut, Chancen zu ergreifen, wenn sie sich zeigen.
Fotos: @fotoagentur_streetworker Agenturkontakt: streetworker.de

