Die Augsburger Märchenstraße: ein vorweihnachtliches Stadterlebnis
Bereits seit siebzehn Jahren betreut die Regio Augsburg Tourismus GmbH die beliebte „Augsburger Märchenstraße“. In diesem Jahr zeigen zehn Schaufenster der Innenstadt liebevoll gestaltete Szenen aus dem Märchen „Der Wunschvogel oder der schönste aller Wünsche“ – mit Bildern und Motiven von Elisabeth Schachinger.
Die Geschichte der Augsburger Märchenschaufenster begann vor mehr als 50 Jahren. Sie üben nach wie vor eine besondere Faszination auf Jung und Alt aus. Die Geschichte der Augsburger Märchenstraße beginnt vor 57 Jahren, als sich das Augsburger Warenhaus Kröll & Nill 1968 durch ein ähnliches Projekt in München inspirieren ließ. Jahr für Jahr dekorierte das Kaufhaus dann seine Schaufenster in der Vorweihnachtszeit mit Märchenfiguren und Szenen des Kunstmalers Otto Geis. Die Schließung des Warenhauses Kröll & Nill (2001) bedeutete vorerst auch das Ende der Märchenfenster. Tourismusdirektor Götz Beck entwickelte darauf hin gemeinsam mit Ullrich Styra, ehemals Schauwerbeleiter bei Kröll & Nill, die Idee der Augsburger Märchenstraße. Seit 2008 gestaltet nun Ullrich Styra – laut Beck der „Vater der Augsburger Märchenstraße“ – bewegte Märchenbilder, die Jahr für Jahr mit neuem Motto in einigen Schaufenstern der Augsburger Innenstadt nicht nur bei Kindern für Begeisterung sorgen.
2025 zeigt die Augsburger Märchenstraße ein Märchen, das gleichermaßen Kinder wie Erwachsene anspricht. Es geht um das Wünschen, um kleine und ganz große Wünsche: Lisa kann nachts nicht einschlafen und so zählt sie ihre Wünsche. Plötzlich sitzt ein wundersamer Vogel an ihrem Fenster und spricht: „Einen Wunsch kann ich dir erfüllen, überlege ihn dir genau.“ „Aber ich habe doch so viele Wünsche“, sagt Lisa. Der Wunschvogel erzählt dem Mädchen von einem besonderen Wunsch, dem schönsten, den sie sich überhaupt nur vorstellen könne. Um ihn zu finden, fliegt Lisa mit in die goldene Stadt. Die Reise führt durch den Zauberwald und das Reich des Wassermanns. Unterwegs begegnen sie tanzenden Elfen und schlauen Zwergen, und wo immer sie Halt machen, könnte Lisa sich ihren Wunsch erfüllen…
Insgesamt neun Schaufenster plus die freistehende Märchenszene im Innenhof des Maximilianmuseums zeigen „Lisas spannende Abenteuer mit dem Wunschvogel“. Zu sehen sind die Szenen der Augsburger Märchenstraße im Schaufenster von Modehaus Wöhrl (Kinderweihnachtsmarkt am Zeugplatz), bei Siller & Laar (Philippine-Welser-Straße) sowie im Fenster der Parfümerie Haberstock (Annastraße), im Fenster der Buchhandlung Thalia (Philippine-Welser-Straße), im Maximilianmuseum (im Innenhof) und im Fenster der Sparkasse Schwaben-Bodensee (Annastraße). Weitere Stationen – direkt neben dem Christkindlesmarkt am Rathausplatz – sind die Schaufenster des Kundencenters der Augsburger Allgemeinen und das Fenster des Verwaltungsgebäudes neben der Tourist-Information Augsburg sowie das Fenster der Stadtsparkasse Augsburg (Maximilianstraße/Merkurbrunnen). Ein Kinderrätsel leitet mit Fragen von Fenster zu Fenster. Wer alle Fragen gelöst hat, darf auf einen attraktiven Gewinn hoffen. Die Teilnahmekarten gibt es pünktlich zum Christkindlesmarkt-Start in der Tourist-Information am Rathausplatz, beim Startbild der „Märchenstraße“ direkt am Kinderweihnachtsmarkt beim Modehaus Wöhrl und natürlich beim Himmlischen Postamt auf dem großen Christkindlesmarkt am Rathausplatz. Tourismusdirektor Götz Beck freut sich darüber, dass das Familien-Erlebnis Augsburger Märchenstraße über Generationen hinweg dazu beiträgt, Heimatverbundenheit und lokale Identität zu stärken.
Wolfgang Färber, Leiter des Marktamtes der Stadt Augsburg betont wie wichtig gerade auch kostenlose, familienfreundliche Aktionen wie die Augsburger Märchenstraße zur Belebung der Innenstadt sind. „Die Märchenstraße bereichert den Christkindlesmarkt und erlaubt es, zauberhafte Märchen neu zu erleben.“ Speziell für den Handel in der City sei die „Augsburger Märchenstraße“ ein Faktor, der junge Familien mit Kindern Jahr für Jahr anziehen würde.

