Zukunft im Fokus: Impulse, Innovationen und Inspiration beim 23. VMM Mittelstandsfrühstück
Wie gelingt dem Mittelstand die Zukunft? Diese zentrale Frage stand im Mittelpunkt des 23. VMM Mittelstandsfrühstücks, das diesmal bei der Aracom IT Services GmbH stattfand. Rund 200 Gäste aus Wirtschaft und Netzwerk folgten der Einladung und erlebten ein Event, das nicht nur Raum für Austausch bot, sondern auch mit einer Preisverleihung seinen Höhepunkt fand.
Bereits zu Beginn machten die Gastgeber deutlich, wie präsent das Thema Veränderung im unternehmerischen Alltag ist. Andres Santiago, Geschäftsführer der VMM Medienagentur, berichtete vom kürzlich erfolgten Umzug in neue Büroräume in der Augsburger Maxstraße. Was zunächst wie ein organisatorisches Großprojekt klingt, wurde bewusst als Teambuilding-Maßnahme genutzt. Offene Raumkonzepte und Kommunikationsinseln sollen nicht nur die Zusammenarbeit fördern, sondern auch die Bereitschaft stärken, neue Wege in Kommunikation und Prozessen zu gehen.
Dass Veränderung in der IT-Branche zum Tagesgeschäft gehört, unterstrich auch Winfried Buschmann, CEO von Aracom IT Services. Seine Einschätzung: „Die Konstanz ist der Wandel.“ Gerade durch technologische Entwicklungen wie Künstliche Intelligenz beschleunigen sich Innovationszyklen spürbar. Für den Mittelstand bedeutet das vor allem eines: IT wird zunehmend zum strategischen Rückgrat – als Treiber für Wachstum, aber auch als potenzieller Engpass.
Ein inhaltlicher Höhepunkt des Vormittags war die Diskussionsrunde, moderiert von Lisa Graf. Gemeinsam mit ihren Gästen – Sebastian Priller-Riegele, Geschäftsführer der Riegele BierManufaktur, Olympia-Kanute Sideris Tasiadis und Aracom-Experte Kai Rüschenbaum – beleuchtete sie die Rolle von Automatisierung im Mittelstand und zog dabei überraschende Parallelen zum Spitzensport.
Ein zentraler Punkt: Erfolgreiche Automatisierung beginnt mit einem tiefen Verständnis für Prozesse und Menschen. Rüschenbaum betonte den menschenzentrierten Ansatz in der Softwareentwicklung. Auch Priller-Riegele hob hervor, dass Veränderungen nur dann nachhaltig funktionieren, wenn die Mitarbeitenden sie mittragen – und eine gesunde Fehlerkultur vorhanden ist.
Beim Thema Künstliche Intelligenz zeigten sich differenzierte Perspektiven. Während erste Anwendungen – etwa zur Vorhersage von Produktionsausfällen – bereits in Planung sind, warnten die Experten vor blindem Aktionismus. KI sei kein Selbstzweck, sondern ein Werkzeug, das nur dann sinnvoll eingesetzt werden könne, wenn die zugrunde liegenden Probleme klar verstanden sind.
Spannend war der Perspektivwechsel durch den Spitzensport: Sideris Tasiadis zog Parallelen zwischen Automatisierung und Training. Bewegungsabläufe müssen tausendfach wiederholt werden, um unter Druck automatisch zu funktionieren – ein Prinzip, das auch in der Softwareentwicklung und Prozessoptimierung Anwendung findet.
Trotz unterschiedlicher Branchen wurde deutlich, was erfolgreiche Akteure verbindet: klare Motivation und langfristiges Denken. Während Herr Priller in Generationen denkt, treibt Rüschenbaum vor allem Neugier auf neue Technologien an. Tasiadis hingegen verfolgt kompromisslos sein Ziel, sich kontinuierlich zu verbessern – mit sich selbst als größtem Kritiker.
Ein weiterer Programmpunkt war die Verleihung des Preises für den meistgeklickten Artikel des B4B Beraterpools seit dem letzten Mittelstandsfrühstück. Mit einem Augenzwinkern übergab Ulrich Wohlfahrt den Pokal an Hans-Peter Heinemann von advolon Rechtsanwälte PartGmbB. Die Auszeichnung unterstreicht die Bedeutung praxisnaher Inhalte, die auch über Fachkreise hinaus Interesse wecken.
Das 23. VMM Mittelstandsfrühstück zeigte eindrucksvoll: Die Zukunft des Mittelstands liegt in der Fähigkeit, Veränderung aktiv zu gestalten. Ob durch neue Arbeitswelten, intelligente Automatisierung oder den gezielten Einsatz von Technologie – entscheidend bleibt der Mensch im Mittelpunkt. Und genau dort setzt nachhaltiger Erfolg an.

