Gastspiel in Gersthofen: Kabarettist Maxi Schafroth
Einen lustigen Abend erlebten die Besucher in der fast vollständig gefüllten Stadthalle Gersthofen beim Gastspiel des bekannten Allgäuer Kabarettisten Maxi Schafroth. „Es wird ein christsozialer Heimatabend“, sagte er zu Beginn, sei er doch bei konservativen Kreisen in Bayern und der Staatsregierung aufgrund eines TV-Auftritts in Ungnade gefallen. „Das nagt an mir, darum dient der Abend quasi als Hinterfotzigkeitscoaching.“ Schafroth, geboren und aufgewachsen in Stefansried im Unterallgäu, stellte Schwaben und das Allgäu in den Mittelpunkt seines Programms.
„Schwaben ist im Trend, alle reden vom Sparen und wir wissen wie es geht.“ Der Lech teile in arm und reich und Schafroth kokettierte mit seiner Herkunft und der Ländlichkeit. So zum Beispiel, dass man schon vor vielen Jahren die Augsburger hoch angesehen hätte, wenn die reichen Nachfahren der Fugger und Welser mit ihren großen Fahrzeugen ins Allgäu zum Skifahren gekommen sind. „Kinder raus zum betteln, gab der Vater das Kommando.“ Schafroth stellte auch sein Können als Musiker unter Beweis, ihn begleiteten Gitarrist Markus Schalk und der „Zwei-Mann-Kinderchor der Jungen Union Miesbach“. Schafroths Fazit des Heimatabends mit Entgleisungen: „Wir müssen wieder lernen oberhalb der Gürtellinie zu streiten, sollen nicht immer motzen, sondern das schätzen, was wir haben.“


Text und Fotos: Karl Luckner

